O-Pods - Podcasts zur Ordnungspolitik

Gedanken zur ordnungspolitischen Begründung des Gleichbehandlungsprinzips

Auszüge aus der verfassungsökonomischen Begründung des Gleichbehandlungsprinzips als konstitutionelle Norm jeder denkbaren Verfassung hinter dem Schleier der Unsicherheit.
Das Stichwort "Chancengerechtigkeit" lässt sich sowohl als Gleichbehandlung vor dem Gesetz, mithin als Diskriminierungs- und Willkürverbot staatlicher Institutionen verstehen als auch als Forderung nach gleichen Erfolgsaussichten für jeden Bürger.
Erstere Lesart ist der Kerngedanke verfassungsökonomischer "Regelgerechtigkeit" und klassisches Menschenrecht. Letzteres hingegen droht aufgrund der Unmöglichkeit rechtzeitiger kompensatorischer Eingriffe zur Herstellung gleicher Startchancen in willkürliche Korrekturen der Ergebnisse einzumünden und zwischen verdienten und unverdienten Ergebnissen zu richten. Rationale Individuen werden auf Regelgerechtigkeit bestehen, die beinhaltet, dass alle Individuen unter den gleichen Regeln spielen. Letztere Lesart der Herstellung gleicher Erfolgsaussichten ist damit zugleich eindeutig ausgeschlossen: Wenn unterschiedliche Menschen mit unterschiedlichen Eigenheiten und Persönlichkeiten unter gleichen Regeln spielen, werden sie unterschiedliche Erfolgsaussichten haben und unterschiedliche Ergebnisse erzielen.

Auszüge aus Steffen J. Roth: Beschäftigungsorientierte Sozialpolitik, Köln, 2002.

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Kommentare  

  1. Dominik Feusi sagt am Jun 21, 2007 @ 12:05 PM: Guten Tag! Habe Sie erst heute entdeckt. Möchte Sie gerne in meinem Podcast vorstellen und auf Ihre Beiträge hinweisen. Dürfte ich dazu auch einen Schnipsel aus ihrer MP3-Datei verwenden?

    Beste Grüsse aus der Schweiz, D.Feusi
  2. Steffen Roth sagt am Jun 21, 2007 @ 01:04 PM: Hallo podcast-Kollege,

    gerne dürfen Sie auf meine kleinen O-Pods hinweisen und auch Ausschnitte verwenden. Schön wäre ein Hinweis an mich, wo ich diese Hinweise im Netz finde.

    Beste Grüße in die Schweiz, Steffen Roth

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